Gedicht 2.22

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ich setzte Teewasser auf
schnitt den frischgebackenen Kuchen
wenn du kommst wirst du das Pflaumenmus öffnen

es ist Herbst mein Lieber
Herbst unseres Lebens
der sich zu früh einschlich

noch gestern tanzten meine Füße neben deinen auf dem Strand
noch gestern vergrub ich die Hände in den warmen Sand
und jedes Korn bewegte sich im Rhythmus deiner Worte
noch gestern zog ich das luftige Kleid an
weil ich wusste
dass ich für länger deinen Blick halten werde

heute küsst du mit bleichen Lippen meine Stirn
streichst meine grauen Haare zur Seite

ehe die Kälte Blumen auf der Scheibe zu malen beginnt
werde ich die müden Augenlider schließen

Wioletta Klinicka

GESAMTES BUCH ZUM KAUF

Poesie enthüllt die Geheimnisse des menschlichen Geistes.
Sie scheinen körperzerrissene Emotionen, durchdringende Gefühle und ungeordnete Gedanken zu kennen, doch sind sie den gesprochenen Worten fremd…
Ich bin Zeuge vergangener Ereignisse, vielleicht ähnlich wie bei dir. Ich bin – für dich – das Bindeglied zwischen deinen Gefühlen und den Worten, die du auf subtilste Weise ausdrücken möchtest, aber der Schmerz erlebter Erfahrungen dämpft sie mit einem lautlosen Schrei.

Der Gedicht- und Prosaband „Der Letzte Schrei” ist eine Präsentation des zeitgenössischen Ausdrucks von Liebe,die sich mit einer weiteren Generation weiterentwickelt.Doch trotz der unvermeidlichen Veränderungen in der Darstellung von Zuneigung,

LIEBE  bleibt eine integrale Geschichte unseres Lebens.

Jetzt kannst du mehr Gedichte lesen und tief in das Herz und den Verstand einer Frau eintauchen.

Bleib umarmt, 

Wioletta 

 

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