An diesem Tag fühlte ich, als ob der Engel mit seinem Flügel…

An diesem Tag fühlte ich, als ob der Engel mit seinem Flügel mir den Weg zu Dir ebnen würde.

Ich wurde von den Handschellen befreit, mit denen ich zur Einsamkeit gefesselt war.

Ich hörte schon auf, nur eine Summe der Bestandteile des Körpers zu sein.

Ich verweilte

verliebt,

naiv,…

mit der Zeit sorgenfrei umgehend.

Ich schlafwandelte auf den glühenden Steinen der Liebe.

In Dein Gesicht starrend, bemerkte ich den sich schließenden Sargdeckel nicht.

Mit den Ovationen verschluckt, sah ich den fallenden Vorhang nicht.

Aus dem Traum der Ewigkeit weckte mich der Mangel an Deiner Anwesenheit.

Ende der Aufführung.

Ich erstarrte

verliebt,

naiv.

Es blieb nur der wütende Schwarm von Krähen übrig.

Hinter dem Zahnrad der Zeit

zehrt der Rost die Erinnerungen nicht.

Die Seele duckt sich wie bei einem Sünder.

Die Haare sehen blass aus.

Die Ewigkeit ohne Dich umschlingt die Seele wie eine Schlange.

Ich sehe tote Souvenirs an.

In der Glasatmosphäre bemitleidet mich der Obdachlose.

Die Gefühle, die mit einer Million Druckbuchstaben ausgefüllt waren, sind verdorben.

Ich erstarrte

verliebt,

naiv.

Auf dem Weg der Vernunft, verlange ich beim Gott Deine Liebe.

Aus dem Wahnsinn sterbend, habe ich Angst vor der Ernte der leeren Ähren.

Hörte der Wind auf, zu wehen und trägt er mein Gebet nicht,

oder verlor er sich im dichten Nebel der Gebete der Sünder?

Ich warte

verliebt,

naiv.

Morgen werde ich wieder bitten.

Wioletta K.

(Klinicka)

Trier 2018

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