2.42

2.42
bedaure mich
bedaure mich Gott
Du der mir silberne Tönungen der Sehnsucht herabsandest
bedaure mich
bedaure mich Gott
Du der mir Kraft zum Tragen der Stunde der Trennung geschenkt hast
bedaure mich heute
an dem Tag als ich auf dem Schachbrett des Lebens
mich in der Dunkelheit des Weges bewegen muss
bedaure mich jetzt wenn mein Gesicht mit dem Rest der Gefühle
und die Ziegel meines Hauses von dem Himmelgewölbe umkreist sind
hilf mir bitte Gott mein Schicksal
das ich mit eigenen Wahlen gestaltet habe zu verdauen
halte mich Gott in Deinen Umarmungen als
aus Staub und Tränen sich obwohl erkennbares
jedoch heute so fremdes
zu weit entferntes
in der Erinnerung wackeliges Portrait sichtbar wird

Wioletta K.

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