2.77

2.77

1.

Sonne hat mein Gesicht erhellt
ins Blaue meiner Augen geschaut.
Zeichnete die Hoffnung mit einem Schatten auf dem Sand.
Der Wind hat die verknöcherten Gedanken umweht
brachte ihnen den Atem zurück.

sie starben erneut

2.

Die Zeit flog auf den Flügeln eines Kolibris weg.
Den Mund berührte ich.
Zitterte das nasse Augenlid.
In den Schlaf floss Sehnsucht hinein.
Die Jugend bedeckte trügerischer Lichthof.

3.

Meine obdachlosen Gefühle.
Verloren zwischen Schrei und Schweigen.
Die Seele zusammengakauert,
mit den Resten der Vergangenheit gefüttert.
Zu weit zum Himmel.
Die Erde brannte die Füße.
Das Vergessen suchend, nässte ich den Mund
auf dem Grund des Ozeans.

4.

Dreiste vorhaben unterbricht ein Engel
undankbar.
Wut hat den ästhetischen Körper durchbohrt.
Sünde erfüllte die Augen.
Ich drückte den Ärger in den Händen.
Im Labyrinth der Untertreibungen kreisten böse Gedanken.
Auf zwei Eisenbeinen wollte ich vor dir stehen.
Lass den Nebel über die Spitzen steigen!

5.

Verachtung zerfrass den Schmerz.
Es gibt kein Leid,
nur Abscheu.
Im Blau der Augen des Engels bemerke ich wie
ich die Knie beuge.

6.

Ich vertiefte die Hände im warmen Sand.
In Bewegungslosigkeit verharrte,
obwohl ich in Atemlosigkeit wollte.

Die Zeit verging auf den Flügeln eines Kolibris.
Und ich… bekam Flügel.

Wioletta K.

Recommended Posts

Skomentuj wpis